Das Schulfach "Gesellschaftslehre"

Gesellschaftslehre (GL) ist ein Fach an Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen.

Es integriert die Fächer Geschichte, Erdkunde und Politik, d.h. die Unterrichtseinheiten verbinden Lerninhalte und Methoden aller drei Fächer.


GL wird in den Jahrgängen 5 bis 10 durchgängig mit 3 Wochenstunden unterrichtet. Im 8. Jahrgang hat das Fach z.Zt. 4 Wochenstunden. In der zusätzlichen Stunde soll sich verstärkt mit Textverständnis, Quellentexten beschäftigt werden.

Das Fach Gesellschaftslehre befasst sich mit dem Zusammenleben von Menschen in unterschiedlichen Zeitepochen, in unterschiedlichen Ländern und Kulturen, in der Gesellschaft und im Staat. Vieles, was man im GL-Unterricht lernen kann, gehört zur Allgemeinbildung.
Politische und gesellschaftliche Vorgänge können in ihrer Komplexität eher verstanden werden, wenn es gelingt, historische Entwicklungen, räumliche Gunst- und Ungunstfaktoren und die Verschiedenartigkeit von Interessen in ihren wechselseitigen Abhängigkeit zu erkennen. Deshalb ist Gesellschaftslehre als integrierter Fachbereich entwickelt, der Geschichte, Erdkunde und Politik in vielen Unterrichtseinheiten Fach-übergreifend zusammenführt. Er folgt dem Ansatz, Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Sichtweisen dieser Fächer zu vermitteln.

Die Fachlehrer der drei beteiligten Fächer versuchen, den Unterricht in Gesellschaftslehre im Team zu konzipieren, in diese gemeinsame Arbeit ihre fachlichen Perspektiven einzubringen und sich als Lehrerteam für diesen Unterricht verantwortlich zu fühlen.

Alle Schüler einer Klasse werden im Gesamtverband unterrichtet, d.h. es wird in diesem Fach nicht nach Leistung separiert. Oft wird es vom Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin unterrichtet, denn in den höheren Klassen gibt es nicht mehr viele Fächer, in denen die ganze Klasse zusammen ist.